Urlaub!             _K142622

Immer wenn zu  Hause so eine merkwürdige Unruhe aufkommt, ist was im Busch. Nur was erfahre ich natürlich immer als letzte. Frauchen trug Sachen in so einen großen, grünen Kasten, lief hin und her  und Herrchen hat den Kasten ins Auto gepackt. Klar laufe ich dann immer mit, denn es kommt vor das sie nicht merken das ich noch nicht angezogen bin und mich dann einfach zu Hause lassen. Dieses mal bekam ich aber was neues angezogen, so etwas um Brust und Bauch. Egal, Hauptsache ich durfte mit ins Auto. Dann ging es los, wir fuhren und fuhren, immer wenn wir anhielten kannte ich mich nicht aus. Wir fuhren sogar über Wasser, Gott sei Dank musste ich da nicht zu Fuß durch, das wäre ja nicht so meins gewesen. Dann hielten wir an einem  Haus und ich lief in den Garten. Endlich wurde mir dieses Dings ausgezogen und ich konnte alles in Ruhe beschnüffeln. 

                                                                           _K142678

Im Haus wurde meine Decke ausgebreitet, merkwürdig. Frauchen packte den Kasten aus und ich hielt erst mal ein Nickerchen, natürlich neben der Decke. Beim Spaziergang kannte ich nichts wieder, kein Düftlein war mir bekannt. Als es dunkel wurde dachte ich, es wird eigentlich Zeit, wir sollten jetzt endlich nach Hause fahren, aber nein, wir blieben.
Am nächsten Tag waren wir am großen Wasser. Die Sonne schien, die Leine ab und ich bin gerannt und gerannt.

                                                             _K112333

Das war vielleicht toll, nur wenn das Wasser zu schnell auf mich zu kam bin ich lieber zur Seite gehüpft, nicht das ich plötzlich hätte schwimmen müssen. Außerdem zog es mir beim zurücklaufen immer den Boden unter den Füßen weg, eine ziemlich merkwürdige und eigentlich auch unverschämte Eigenschaft.

                                            _K132483         _K132523

Ich weiß nicht wie lange wir gelaufen sind , aber schließlich waren wir wieder am Auto und erst jetzt merkte ich wie müde ich geworden bin. Frauchen sagte: " Mensch was haben wir für ein Schwein, so ein Wetter". Verstanden habe ich das nicht, ich hatte mir doch schließlich Mühe gegeben das ganze Wasser aus meinem Fell im Sand weg zu rollen, ich denke ich war immer noch ein Hund und kein Schwein. So sind sie die Menschen.

                                                                       _K132563

Ich weiß gar nicht wie lange wir schon nicht zu Hause waren, aber es gab so viel neues zu beschnüffeln und zu sehen das es mir gar nicht fehlte. Die Menschen waren alle sehr freundlich zu mir, ich konnte mich sogar überwinden mir von dem ein oder anderen über den Kopf streicheln zu lassen, zu Hause bin ich da nicht immer gleich so geneigt dazu. Aber man kann ja nicht so sein, schließlich werden einem überall kühle Getränke angeboten. Ein Napf wurde von einem Riesen Plastik Bulldog bewacht, Mann , ich wäre beim ersten sehen fast in Ohnmacht gefallen. Dann haben wir sogar Nachbarn getroffen, die beiden Berner Sennen Hunde Lotta und Tommy. Sie ist  ganz nett, aber er, der denkt ständig wenn er blöd vor mir rumtanzt, fände ich das toll. Wenn ich ihm das dann sage und ihm mein Blendamed Lächeln schenke , guckt er kurz dumm um dann doch weiter zu tanzen.  Da bleibt immer nur ignorieren und in eine andere Richtung schauen. Gott sei Dank haben die Menschen sich nicht zu lange unterhalten und dann ging es wieder ab zum Strand. Da ist es wirklich toll, hach diese Weite, laufen, buddeln, schnüffeln.....

                                         _K142588    _K142600

Zweimal habe ich Geschenke aus dem Mehr bekommen, die Wellen brachten diese dünnhäutigen Bälle mit, Luftballons heißen die glaube ich. Schade ist nur, das wenn man sie endlich gefischt hat, sie sehr schnell schrumpfen. Dann bleibt nur eine Art Wurstpelle die allerdings wenig schmackhaft ist.

                             _K122428 _K122431 _K122437

So hätte es weiter gehen können, aber Frauchen holte wieder den großen, grünen Kasten raus. Bevor wir ins Auto stiegen habe ich noch ein Wenig im Garten getobt, dann ging es wieder nach Hause.

                                                    CIMG1071  CIMG1072

Schade, aber in dem Augenblick als ich meine Straße wiedererkannte war das so schön, das kann ich nicht beschreiben. Ich konnte gar nicht schnell genug wedeln als dann auch noch Sarah und der Opa wieder vor mir standen.
 Zu Hause, was ist das ein  tolles Gefühl, ich sage es euch!